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WordPress installieren

Wie du WordPress auf einem Server oder einer lokalen Testumgebung installierst und konfigurierst

„In diesem – dem wohlgemerkt ersten Artikel der WordPress Tutorial Reihe – installieren wir WordPress auf dem Webspace und konfigurieren die wichtigsten Einstellungen. Ebenso bringe ich ein wenig Licht ins Dunkel der unendlich großen Plugin-Auswahl.“

Robert Rosanke,
Webdesigner

Inhaltsverzeichnis

  1. Download von WordPress
  2. Datenbank anlegen auf einem Server
  3. Bonus: Lokale Installation mit XAMPP
  4. WordPress auf den Server laden mit FileZilla
  5. Der WordPress Installationsassistent
  6. Einstellungen und weitere Schritte nach der Installation
  7. Die letzten Schritte vor dem ersten Beitrag

Download von WordPress

Es folgt eine sehr ausführlich bebilderte Schritt für Schritt Anleitung für die Installation von WordPress auf einem Server. Wenn du einen Hosting-Tarif mit sogenannter „Ein-Klick-Installation“ gebucht hast, kannst du die Datenbankkonfiguration getrost überspringen. Steige am besten nach der 1-Klick-Installation im Abschnitt „Der erste Login“ wieder ein

Bevor du mit der weltbekannten 5-Minuten-Installation von WordPress beginnen kannst, benötigst du erst einmal die Software auf dem Rechner, um sie später zu installieren.

Die aktuelle WordPress-Version findest du auf der offiziellen Download-Seite von WordPress. Dort lädst du das Open Source CMS mit nur einem Klick auf den großen blauen Button herunter.

Wähle nach einem Rechtsklick auf den heruntergeladenen zip-Ordner „Alle extrahieren…“, um den Core für den Upload bereit zu machen. Anschließend öffnet sich der entpackte Ordner automatisch.

Screeshot enpackter WordPress Download-Ordner
Der entpackte WordPress Ordner

Datenbank anlegen auf einem Server

Da WordPress ein datenbankgebundenes CMS ist, ist vor der eigentlichen Installation ein kleiner Zwischenschritt zu erledigen.

Schreibe dir die erstellten Passwörter und Benutzernamen sorgfältig mit. Denn um WordPress mit der Datenbank zu verbinden, werden diese an späterer Stelle noch einmal benötigt.

Logge dich bei deinem Hoster ein

Um eine Datenbank anzulegen, musst du dich bei deinem Hoster einloggen. In diesem Tutorial nutze ich ALL-INKL.

Da es eine Vielzahl an verschiedenen Hosting-Anbietern gibt, und der Ablauf mehr oder weniger gleich ist, kannst du einfach mitmachen. Egal, welchen Anbieter du nutzt.

Nachdem du eingeloggt bist, legst du eine neue Datenbank an.

Datenbank anlegen

Schritt 1: Suche nach dem Menüpunkt „Datenbanken“ und wähle in aus

Schritt 2: Lege eine neue Datenbank an

Screenshot der Datenbankverwaltung bei all-inkl
Datenbankverwaltung bei all-inkl

Schritt 3: Gebe der Datenbank eine sinnvolle Bezeichnung

Schritt 4: Lege ein sicheres Passwort fest und schreib es dir auf

Schritt 5: Wähle die Zugriffsbeschränkung „localhost“ – Dieser Punkt wird bei einigen Anbietern eventuell nicht angezeigt, kein Grund zur Sorge

Screenshot während der Datenbankerstellung bei all-inkl
Erstellung einer Datenbank bei all-inkl

Schritt 6: Schreibe dir folgende Daten unbedingt auf. Sie werden an späterer Stelle benötigt, um WordPress mit der Datenbank zu verknüpfen:

Screenshot nach erfolgreicher Datenbankerstellung bei all-inkl
Datenbank erfolgreich erstellt

Der folgende Abschnitt erklärt, wie du WordPress lokal auf deinem PC installierst und eine Testumgebung aufbaust. Wenn du direkt zum Upload von WordPress auf den Server kommen willst, dann springe zum übernächsten Abschnitt „WordPress hochladen mit FileZilla

Lokale Installation mit XAMPP

XAMPP herunterladen und installieren

WordPress lässt sich nicht nur auf einem Server, sondern ebenso lokal auf dem eigenen PC installieren.

Dazu bedienen wir uns einem kleinen Trick und holen den Server auf den eigenen Rechner. Das geht mit der kostenfreien Software „XAMPP“.

Lade XAMPP hier herunter.

Screenshot der Downloadseite von XAMPP
Downloadseite von XAMPP

Anschließend installierst du die Software auf deinem PC. Achte darauf, während der Installation die Module „MySQL“ und „Apache“ zu aktivieren.

MySQL ist das Datenbanksystem und Apache die Serverumgebung, die das Programm auf dem PC simulieren wird.

Die lokale Installation ist standardmäßig nicht über das Internet zu erreichen und somit der ideale Spielplatz für Programmierer und Hobby-Bastler, die sich ohne Konsequenzen austoben wollen.

XAMPP starten

Screenshot der Programmoberfläche von XAMPP

Öffne das Programm und aktiviere die eben installierten Module „Apache“ und „MySQL“ mit einem Klick auf „Starten„.

Dass das Programm die beiden Module erfolgreich gestartet hat und wir den nächsten Schritt einleiten können erkennst du an der grünen Umrandung der Modulbezeichungen.

Datenbank erstellen

Klicke nun in der Programmoberfläche von XAMPP in der MySQL-Zeile auf den Button „Admin„, um in die Benutzeroberfläche der Datenbankverwaltung zu gelangen.

Im Admin-Bereich angekommen klickst du zum erstellen einer neuen Datenbank in der linken Menüleiste auf „Neu“.

Screenshot des Menüpunkts neu in PHPmyAdmin
phpMyAdmin Dashboard

Anschließend aktualisiert sich die Oberfläche und du darfst einen Datenbanknamen und die Zeichencodierung festlegen. Während du den Datenbanknamen frei bestimmen darfst, sollte die Zeichencodierung im Idealfall auf „utf8mb4_general_ci“ gestellt sein. Anschließend wird mit Klick auf „anlegen“ bestätigt.

Screenshot des Auswahlfelds 'Kollation'
Datenbank-Kollation festlegen

Da WordPress selbständig Tabellen in der Datenbank anlegt, kannst du den aufkommenden Hinweis einfach ignorieren und mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Screenshot einer leeren Datenbank
Leere Datenbank angelegt

Jetzt wo die Datenbank erstellt ist, trennt dich nur noch ein Schritt vom WordPress Installationsassistenten und der berühmten 5-Minuten-Installation.

Damit der Installationsassistent ausgeführt werden kann, musst du das CMS jetzt auf den „Server“ laden.

WordPress auf den virtuellen Server laden

Screenshot der XAMPP Programmoberfläche

Kehre zur XAMPP Menü-Oberfläche zurück und wähle den Punkt „Explorer„.

Anschließend öffnet sich das Installationsverzeichnis von XAMPP.

Screenshot der XAMPP Verzeichnisstruktur

Wähle in der Verzeichnisstruktur der Ordner „htdocs

Screenshot der Erstellung eines Ordners für die CMS-Installation

Erstelle in dem Ordner „htdocs“ einen neuen Ordner, indem WordPress installiert werden soll.

Die lokale Testumgebung ist später unter http://localhost/dein-ordnername/ im Browser erreichbar.

Screenshot: Alle Dateien aus dem entpackten WordPress-Ordner sind markiert

Öffne nun in einem weiteren Fenster die zu beginn entpackten WordPress Dateien.

Markiere alle in dem Ordner „wordpress“ enthaltenen Dateien und kopiere sie in den eben erstellten Ordner unter „htdocs“ herein.

Wenn die Dateien erfolgreich in den von dir erstellten Ordner kopiert sind, dann sind alle Vorbereitungen getroffen, um WordPress zu installieren.

Du solltest für den reibungslosen Ablauf folgende Informationen merken:

Rufe nun im Browser deines Vertrauens folgende Adresse auf, um zur zum WordPress-Installationsasstisten zu gelangen:

http://localhost/dein-ordnername/

Weiter geht es für dich im Abschnitt „Der WordPress Installtionsassistent

WordPress auf den Server laden mit FileZilla

Alle Vorbereitungen sind getroffen und nun kann der entpackte WordPress-Ordner in das Zielverzeichnis geladen werden.

Bei den meisten Hosting-Tarifen erhältst du einen FTP-Zugang. Mit diesem kannst du Dateien auf den Webspace hoch- und runterladen. Das geht meistens sogar ohne zusätzliche Software.

In diesem Ratgeber nutze ich für den Upload von WordPress das kostenfreie Programm FileZilla. Denn es bietet einige Vorteile gegenüber der manuellen Übertragung ohne FTP-Clienten:

FTP-Client „FileZilla“ einrichten

Als erstes musst du die Software natürlich herunterladen und installieren. Ich empfehle dazu die Download-Seite auf heise.de.

Denn wie im Abschnitt „Adware & Co“ nachzulesen ist, ist die Software auf heise.de frei von Adware:

Die von uns direkt herunterladbaren Archive von FileZilla sollten frei von Adware sein. Auf der Downloadseite des Herstellers ist FileZilla aber auch mit Adware, den „bundled offers“, erhältlich. Dadurch gelangt bei der Installation gegebenenfalls zusätzliche Software auf Ihren Rechner.

https://www.heise.de/download/product/filezilla-18785

FileZilla bei heise herunterladen

Nach dem Klick auf „Zum Download“ kannst du aus einigen Versionen auswählen. Nimm am besten eine virengeprüfte Version von FileZilla. Das kann selten Schaden. Falls du nicht weißt, ob du ein 32 oder ein 64-Bit System hast, lädst du einfach die 32-Bit Version runter.

Übersicht von FileZilla-Versionen, die bei heise.de heruntergeladen werden können
FileZilla für 32 sowie 64-Bit-Systeme bei heise

Installation

Nachdem die Datei geladen ist, öffnest du sie mit einem Doppelklick, um sie auszuführen. Die wichtigsten Schritte habe ich noch einmal dokumentiert.

Die Bedingungen von FileZilla

Klicke auf „I Agree“ und stimme den Lizenzbedingungen der Software zu.

Benutzerrechte festlegen während der FileZilla Installation

Wähle aus, ob die Software auch für andere Konten auf deinem PC zugänglich sein soll. Ich habe an dieser Stelle jedem, also „anyone“, Zugriff auf die Software gestattet.

Programmbestandteile während der Installation von FileZilla wählen

Wähle aus, welche Bestandteile der Software installiert werden sollen. Ich gehe mit den Standard-Einstellungen.

Hier noch einmal die Erklärung, was die einzelnen Häkchen bedeuten:

Installationspfad von FileZilla

Lege das Installationsverzeichnis der Software fest.

Startmenü-Ordner für FileZilla anlegen

Lege einen Namen für den Startmenü-Ordner von FileZilla fest. Nach dem Klick auf „Install“ ist FileZilla in nur wenigen Sekunden installiert und einsatzbereit.

FileZilla Installation abgeschlossen

Nach der Installation lässt du dein Haken bei „Start FileZilla now“ aktiviert, und bestätigst mit einem Klick auf „Finish“.

Das Begrüßungsfenster bei FileZilla

Das Begrüßungsfenster kannst du getrost schließen.

Verbindung mit Server herstellen

Damit du WordPress auf deinen FTP-Server raufladen kannst, muss FileZilla erst mit diesem verbunden werden.

Dazu gehst du auf den Menüpunkt „Datei -> Servermanger -> Neuer Server“ und gibst die Login-Daten deines FTPs ein.

Die Login Daten für den FTP findest du in der Regel als eingeloggter Nutzer auf der Übersichtsseite oder bei den Einstellungen deines Hosting-Anbieters.

Für einige gute Hoster habe ich die Anleitungen, wie du deine FTP-Daten findest, einmal verlinkt. Öffne diese im Notfall in einem neuen Tab und komm nach der Einrichtung wieder zu diesem Artikel zurück.

Wenn dein Anbieter nicht dabei ist, suche in einem neuen Tab mal nach „[Hosting Anbieter einfügen] + FileZilla verbinden“ und du findest mit Sicherheit eine Anleitung.

Wähle für die maximale Sicherheit beim Punkt „Verbindungsart“ nach Passwort fragen. Denn FileZilla speichert das eingegeben Passwort lokal auf dem PC.

Sobald die Verbindung erfolgreich hergestellt, erscheint ein Info-Fester mit dem Titel „Unbekanntes Zertifikat“. Unten links wählst du beide Kästchen aus und bestätigst dein Vertrauen mit einem Klick auf „OK“.

Wenn dieses Info-Fenster nicht erscheint, dann unterstützt dein Hoster keine verschlüsselte Datenübertragung und es ist Zeit, dass du dir einen anderen Anbieter suchst.

FileZilla erklärt

Das Dashboard von FileZilla: In der linken Spalte sind alle lokalen Ordner deines PC zu sehen und rechts alle FTP-Inhalte des Webservers.

Screenshot vom FileZilla Dashboard
FileZilla Dashboard

Um WordPress nun auf deinen Webspace zu laden, suchst du in der linken Spalte im oberen Teil nach dem entpackten WordPress Ordner. Wenn du diesen gefunden hast, wählst du im unteren Abschnitt den Unterordner „wordpress“ aus und markierst alle Dateien.

Diese ziehst du anschließend einfach per Drag & Drop in dein Zielverzeichnis (in meinem Fall webfluence.de)

Die WordPress-Dateien in den Zielordner laden
Die WordPress-Dateien in den Zielordner laden

Das richtige Zielverzeichnis finden:

Nach dem Datei-Upload kann die Installation auch schon aufgerufen werden. Dazu einfach das Verzeichnis, in das die Dateien geladen wurden, im Browser aufrufen: http://mein-verzeichnis-einsetzen

Da ich WordPress zu Demonstrationszwecken lokal auf meinem Rechner installiert habe, lautet meine Adresse nun http://localhost/testumgebung anstelle von webfluence.de. Das hat jedoch keinen Einfluss auf den weiteren Ablauf, keine Sorge.

Der WordPress Installationsassistent

Verbindung mit der Datenbank aufbauen

Nach aufrufen der Adresse, wirst du automatisch zum Installationsassistenten weitergeleitet. Mit einem Klick auf „Los geht’s“ geht es los.

Wenn du WordPress erfolgreich auf deinem Server geladen hast und das Verzeichnis in deinem Browser aufrufst, sollte dich folgendes Bild erwarten:

Screenshot vom WordPress Installationsassistenten
WordPress Installationsassistent

Das System fragt nun alle Daten ab, die du dir aufgeschrieben hast. Einfach eingeben und „Senden“ drücken.

Wenn diese Installation die erste auf deinem Server ist, dann lässt du das Feld „Tabellen-Präfix“ einfach wie es ist.

Screenshot der Datenbankinformationen-Eingabemaske
WordPress mit der Datenbank verbinden
Screenshot der Erfolgsmeldung einer abgesclossenen WordPress Installation

Wenn alles geklappt hat, gibt es eine kurze Bestätigung.

Bei Fehler und Problemen an dieser Stelle findest du weitere Informationen zur Installation auf der offiziellen Infoseite zum Setup.

Bei Problemen mit dem Host-Wert kannst du zudem einmal in der Tabelle für Host-Werte von einigen Hosting-Anbietern nachlesen, ob du einen besondern Wert eingeben solltest.

5 Minuten Installation

Nachdem Datenbanken erstellt und konfiguriert sind, darfst du nun ein wenig aufatmen. Jetzt befinden wir uns bei der berühmten 5 Minuten Installation und legen einen Benutzer an, der später die Webseite verwalten wird.

Tipps für die einzelnen Felder:

WordPress Admin anlegen
WordPress Admin anlegen

Nachdem du die Daten eingegeben und abgesendet hast, wirst du zum Login-Fenster weitergeleitet und gibst deinen eben erstellten Benutzernamen sowie das sichere Passwort ein.

Der erste Login

Wenn alles geklappt hat, landest du im Dashboard. Das ist die Übersichtsseite der Verwaltungsoberfläche.

Hier findest du auf der linken Seite das Hauptmenü, um Einstellungen zu treffen und Themes sowie Plugins zu verwalten.

Am oberen Rand der Webseite findest du einen kleinen schwarzen Balken. Dieser Balken nennt sich adminbar und gibt einen Schnellzugriff für die wichtigsten Funktionen. Neben der Seiten-Erstellung und dem Wechseln auf die Webseite mit dem kleinen Haus-Sysmbol hast du am rechten Ende der adminbar die Logout-Funktion.

Screenshot vom WordPress Dashboard
Das WordPress Dashboard

Derzeit sieht das Backend noch ein wenig kahl aus. Doch das wird sich mit der Zeit ändern, weil Themes und Plugins häufig eigene Punkte zur Menüleiste und der adminbar hinzufügen.

Einstellungen und weitere Schritte nach der Installation

WordPress bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, die du kennen und optimieren solltest, bevor du die ersten Inhalte veröffentlichst.

Der Einfachheit halber arbeite ich mich gerne vom untersten Menüpunkt nach oben. So kann ich nichts vergessen und bin schnell mit den wichtigsten Einstellungen durch.

Einstellungen

Allgemein

Unter dem Menüpunkt „Einstellungen -> Allgemein“ kannst du die Ausgaben der grundlegenden WordPress-Funktionen steuern.

Allgemeine Einstellungen in WordPress
Allgemeine Einstellungen

Am besten öffnest du die Frontansicht deiner Webseite in einem neuen Tab, um die Änderungen live mitzuverfolgen.

Dazu einfach einen Rechtsklick auf das Haus-Symbol in der adminbar und anschließend auf „Link in neuem Tab öffnen“.

So kannst du direkt sehen, welche Auswirkungen deine Änderungen haben.

WordPress Frontend
Eine kahle Webseite dirkekt nach der WordPress Installation. Die Menüleiste (blau hervorgehoben) gibt den Titel und die Beschreibung aus dem Einstellungsmenü aus

Schreiben

Wenn du einfach nur eine Webseite erstellen willst, kannst du diesen Abschnitt einfach überspringen. Der Vollständigkeit halber gibt es dennoch eine Erklärung der Möglichkeiten unter dem Screenshot.

Screenshot der Schreibeinstellungen
Die Schreibeinstellungen in WordPress sind eher für speziellere Anwendungsfälle

Lesen

Screenshot der Lese-Einstellungen
In den Lese-Einstellungen legen wir die Startseite fest und steuern die Indexierung der Webseite

Diskussion

Die Einstellungsmöglichkeiten der Diskussionen-Seite sind besonders für Blogs mit aktiver Diskussionskulter interessant.

Screenshot der Diskussions-Einstellungen
Diskussions-Einstellungen

WordPress stellt bei der Verwendung von Avataren im Kommentarbereich gegebenenfalls Verbindung mit gravatar.com her,  um zu überprüfen, ob der Autor ein individuelles Profilbild mit dem System verknüpft hat. Das kann im Rahmen des DSGVO Probleme bereiten, sodass du entweder das Plugin Avatar Privacy von Peter Putzer verwenden oder die Avatare komplett deaktivieren solltest, um sicherer zu sein. 100%ige Sicherheit kann ich als Nicht-Anwalt leider nicht garantieren.

Medien

Die Medien-Einstellungen stellen die global geltenden Fotogrößen dar und ermöglichen den Upload-Ordner für Medien zu ändern.

Screenshot der Medieneinstellungen
Medien-Einstellungen

Permalinks

Die URL-Struktur hat bei WordPress einen eigenen Menüpunkt erhalten und kann ohne Programmierkenntnisse verwaltet werden.

Screenshot der Permalink-Einstellungen
Permalink-Einstellungen

Datenschutz

WordPress ist sich bewusst, dass viele Webseitenbetreiber den Datenschutz vernachlässigen und stellt deshalb eine eigene Einstellungsseite samt Leitfaden bereit. Wohl eher zum sensibilisieren als zur Lösungsdarbietung…

Die Standardmäßige Datenschutzerklärung, die WordPress als Entwurf mitliefert, solltest du keinesfalls auf deiner Webseite verwenden. Die Standardversion ist lediglich ein Muster, damit du siehst, welche Punkte in eine Datenschutzerklärung hineingehören können.

Screenshot der Datenschutz-Einstellungen
Datenschutz-Einstellungen

Wenn du für deine Webseite noch ein Impressum sowie eine DSGVO-konforme Datenschutzerkläung suchst, kannst du entweder einen Anwalt aufsuchen oder bei entsprechenden online Generatoren vorbeischauen.

Ein spezialisierter Anwalt wird deine Webseite analysieren und die die perfekte Datenschutzerklärung bereitstellen. Darüber hinaus wird er in der Regel Haftung für die Datenschutzerklärung übernehmen und du bist fein raus.

Wenn du das Geld für einen Anwalt scheust, dann bleibt dir wohl nur der Weg über online Generatoren. Diese gibt es für einen schmalen Taler im Monat und fragen dich, welche Software deine Webseite verwendet. Anhand deiner Angaben erhältst stellen dir die Anbieter anschließend Impressum und Datenschutzerklärung zur Verfügung.

Haftungsmäßig ist es bei online Generatoren jedoch weniger einfach als bei einem direkten Anwalt. Denn der Generator spuckt nur das aus, was du ihm sagst. Er prüft deine Webseite in der Regel nicht, sodass keine Haftung für falsche Angaben von dir übernommen wird.

Du solltest dich bei der Zusammenstellung in Eigenregie vorab umfassend mit der Thematik beschäftigen. Denn eine Webseite lädt in der Regel mehr Drittanbieter-Dienste im Hintergrund als du es auf den ersten Blick denkst.

Ich empfehle Einsteigern definitiv den Gang zum Anwalt oder intensive Recherche zum Thema DSGVO und Webseiten, bevor einfach irgendwelche Bausteine aus online Generatoren zusammengeklickt werden.

Benutzer

WordPress wurde einst als System für Blogger bekannt. Deshalb gibt es neben den technischen Einstellungen ebenso Möglichkeiten, mit denen du neue Benutzer, z.B. weitere Redakteure, zum System hinzufügen kannst.

Da die meisten Systeme von einer Person betrieben werden, beschäftigen wir uns in diesem Beitrag lediglich mit dem Unterpunkt „Dein Profil“.

Diesen findest du unter „Design -> Benutzer -> Dein Profil“. Er ermöglicht dir die Autoreninfo und individuelle Einstellungen für das Backend ohne Programmierkenntnisse festzulegen.

Screenshot des Abschnitts 'Persönliche Optionen' in den Profileinstellungen
Profil-Einstellungen, Abschnitt „Persönliche Optionen“
Persönliche Optionen
Name, Kontaktinfo & Über dich:

Stelle im unteren Bereich deines Profils bequem weitere Informationen über dich ein. Diese Angaben werden beispielsweise unter Beiträgen von dir angezeigt.

Screenshot des Abschnitts 'Persönliche Optionen' in den Profileinstellungen
Profil-Einstellungen, Abschnitt „Namen“

Hinweis zur Autorenbox:

Im Feld „Biografisache Angaben“ kannst du ein paar Worte über dich schreiben, damit dein Besucher dich ein wenig kennenlernen kann. Wenn deine Branche es nicht unbedingt verlangt, dann protze hier nicht mit den neuesten Zertifikaten und Referenzen, sondern werde etwas persönlicher. Denn letzten Endes ist das Verhältnis von dir und deinen Lesern eines zwischen Menschen. Und manchmal zählen Charakterwerte mehr als nur irgendwelche Zertifikate.

Theme finden und instalieren

Nachdem wir das CMS nun gemeinsam installiert und konfiguriert haben, ist es an der Zeit ein passendes Design zu wählen.

Dazu gehst du auf „Design -> Themes -> Hinzufügen“ und schon stehen dir zahlreiche Designs für die verschiedensten Einsatzgebiete zur Verfügung.

Screenshot vom WordPress Theme Verzeichnis
Das WordPress Theme Verzeichnis stellt tausende, teilweise höchst branchenspezifische, vorgefertigte Layouts bereit.

Vom Online Magazin, über den klassischen Blog bis hin zum eCommerce-Theme gibt es im offiziellen WordPress Theme Verzeichnis eine riesige Auswahl an kostenfreien Templates.

Die gesamte Theme-Bibliothek kannst du nach Branchen durchsuchen und das passende Design mit einem Klick auf das Vorschaubild live ansehen und mit nur einem Klick direkt installieren.

Premium Themes

Falls dir die Auswahl an kostenfreien Themes nicht ausreicht, gibt es zudem die Möglichkeit eigene WordPress Themes zu programmieren oder sogenannte Premium Themes einzukaufen.

Einige bekannte Anbieter sind:

Während die individuelle Programmierung zeitaufwendig ist, bieten Premium Themes häufig mehr Funktionen als die kostenfreien Vertreter aus dem offiziellen Verzeichnis. Dabei musst du bedenken, dass jede zusätzliche Funktion im Theme die Flexibilität der Webseite schmälert.

Denn wenn du einmal das Theme wechseln musst und gleichzeitig abhängig von einer speziellen Funktion bist wird es schwierig.

Es ist also eine schmale Gratwanderung zwischen nützlichen onBoard Funktionen und totaler Abhängigkeit.

Daran erkennst du ein gutes Theme

Während du die genauen Features bei einem kostenpflichtigen Theme direkt auf der Anbieterseite siehst, sind die wichtigen Infos bei gratis WordPress Themes ein wenig versteckt. Um diese zu finden, musst du zum offiziellen Theme-Verzeichnis wechseln. Dort werden die gleichen Themes wie direkt im Backend unter „Design -> Themes -> Hinzufügen“ angezeigt, nur dass du beim Klick auf das Vorschaubild auch Infos wie das letzte Update und die Bewertungen erhältst.

Wichtige Kriterien:

Wenn du keine besonderen Design- und Funktionswünsche hast, bleiben wir zum austesten und reinkommen in WordPress am besten erst einmal beim vorinstallierten Theme „Twenty Nineteen“.

Twenty Nineteen ist von Automattic, also der Firma hinter WordPress, entwickelt und erfüllt die Anforderungen an Gutenberg und Barrierefreiheit weitestgehend.

Barrierefreiheit bedeutet, dass eine Webseite für Screen Reader und assistive Technologien zugänglich ist. Das ist besonders für motorisch oder in der Sehkraft eingeschränkten Menschen wichtig und wird auch bei vielen kostenpflichtigen Themes vernachlässigt.

Child-Theme anlegen

Bevor du mit den Plugins weitermachst, um die Webseitenfunktion zu erweitern, gibt es noch einen kleinen Expertentipp: Installiere ein Child-Theme.

Ein Child-Theme sorgt dafür, dass deine Theme-Anpassungen updatesicher sind. Dabei geht es jetzt nicht um normale Theme-Einstellungen wie Farben oder Texte, sondern richtigen Programmiercode.

Denn früher oder später, wenn deine Ansprüche steigen, wirst du das System mit einigen Programmiercodes erweitern wollen oder müssen.

Fügst du Änderungen zu einem normalen Theme hinzu, dann musst du die Codes nach jedem Update wieder neu hinzufügen. Wenn du ein Child-Theme nutzt, bleiben diese Einstellungen bei einem Update unverändert, sodass du keine wertvolle Funktion verlierst oder aufwendig neu konfigurieren musst.

Zur Unterstützung empfehle ich dir Sonias Anleitung zur Erstellung eines Child-Themes.

Plugin-Empfehlungen für den Start:

Kommen wir nun zu einem etwas spannenderem Part als dem Child-Theme: den Plugins.

Mit Plugins kannst du kinderleicht die Funktionen deiner WordPress-Installtion und Webseite erweitern. Das heißt, das Backend sowie das Frontend können mit Plugins angepasst und erweitert werden.

Hier eine kleine Liste mit Plugins, die dir gefallen könnten:

Plugin-TypEinsatzgebietEmpfehlungAnwendungshinweis
Performance-PluginPerformance-Plugins minifizieren den Code, fassen die Scripte zusammen und sorgen für ein ordentliches Caching der Webseite, um die Ladezeit zu reduzierenWP-Rocket, Borlabs CacheEinige spezielle WordPress Hoster versorgen deine Webseite automatisch mit Caching-Funktion, sodass ein schlankes Minify-Plugin in diesem Fall ausreichend ist.
SEO-PluginLege Titel- und Beschreibungen für die Sucherergebnisse fest oder schließe einzelne Seiten von den Sucherergebnissen aus.Yoast SEO, TheSEO FrameworkSchließe Impressum und Datenschutzerklärung am besten auf jeder deiner Webseiten von den Sucherergebnissen aus. (Noindex, follow)
Kontaktformular-PluginErstelle einfache Kontaktformulare für deine Kontaktseite oder zur Generierung von Leads.Contact Form 7Es gibt leichter zu bedienende Plugins als Contact Form 7. Dennoch ein tolles Plugin, dass dir viele Freiheiten lässt.
Foto-Komprimierungs-PluginFoto-Optimierungs-Plugins reduzieren die Dateigröße von Fotos, die du in deine Mediathek hochlädst.Compress JPEG & PNG images, OptimusIch nutze lieber die direkte Webseite tinypng.com, um Fotos und Grafiken zu komprimieren. Das Plugin spart dir diesen Extraschritt über die Webseite zu gehenn
Quellenverwaltung für FotosErweitert das Foto-Menü um ein smartes Quellenmanagement. Füge Quellen hinzu, gebe alle Bildquellen eines Beitrages per Shortcode aus und vieles mehr.Image Source ControlDie meisten Bilddatenbanken verlangen die Angabe der Bildquelle. Füge am besten zu jedem Foto, das du nicht selber geschossen hast, Bildquellen hinzu.

Die letzten Schritte vor dem ersten Beitrag

WordPress ist installiert, das passende Theme ist gewählt und die ersten Plugins sind installiert.

Fehlen nur noch ein paar lesenswerte Beiträge, und dann kann es richtig losgehen.

Wie du Beiträge erstellst, und worauf du bei der Text-Aufbereitung achten solltest, erkläre ich in meinen nächsten Beiträgen.

Bis dahin hinterlasse ich dir noch eine kleine ToDo-Liste, die du auf jeden Fall abarbeiten solltest, bevor du deine Seite richtig veröffentlichst und deinen Nutzern vorstellst.